TESTS

Was unsere Prüfer kontrollieren und wie sie dabei vorgehen

TEST DES EVA-HAFTVERMÖGENS

Was: Messung, ob das verlangte EVA-Haftvermögen an Glas und Rückenfolie erreicht wird.
Wie: Durchführung der Schälprüfung mittels einer digitalen Kraftmessdose.

Was: Haftwert.
Wie: Bestimmung des EVA-Haftvermögens an Glas/Rückenfolie und Vergleich mit den empfohlenen Werten.

 

TEST DER EVA-ZUGFESTIGKEIT

Was: Beurteilung, ob die verlangte EVA-Zug- und ­Reißfestigkeit erreicht wird.                          
Wie: Durchführung des Zugtests mittels einer digitalen Kraftmessdose.
Was: Zugfestigkeitswert.
Wie: Bestimmung der EVA-Zugfestigkeit (Belastung bis zum Abreißen) und Vergleich mit dem empfohlenen Wert.

 

TEST DES EVA-GELGEHALTS

Was: Testintervall.
Wie: Kontrolle, ob der Gelgehaltstest wenigstens einmal für jedes EVA-Los und bei jeder Änderung der Verfahrensparameter durchgeführt wird.
Was: EVA-Vernetzungsgrad.
Wie: Extraktion nicht vernetzter EVA-Anteile mit einem Lösungsmittel zur Bestimmung des Gelgehalts der Probe.
Was: Gelgehalt.                                                                                                                                 
Wie: Bestimmung des EVA-Gelgehalts und Vergleich mit dem empfohlenen Wert.

 

SICHTPRÜFUNG

Was:     Detaillierte Sichtprüfungen. Beleg durch Fotografien.

Wie:      Unser Team untersucht die Module auf die folgenden Defekte:

-       Bruchstellen, Risse, Unebenheiten und Ausrichtungsfehler der Außenfläche.

-       Gebrochene und eingerissene Zellen.

-       Zellen mit absplitternden Ecken oder gebrochener Kante.

-       Blasen und Staub auf der Zelloberfläche.

-       Fehlerhafte Verschaltung oder Verbindung.

-       Einander oder den Rahmen berührende Zellen.

-       Sich lösende Klebeverbindungen.

-       Schichtablösung oder Blasen, die eine durchgängige Linie von einer Zelle zum Modulrand bilden.

-       Klebrige Kunstoffoberflächen.

-       Fehlerhafte Anschlüsse, freiliegende spannungsführende Teile.

-       Fehlausrichtung von Solarzellen.

-       Ungleichmäßiger Abstand zwischen den Strings.

-       Unzureichender Abstand zwischen Zellen und Rahmeninnenkante.

-       Deutliche Farbunterschiede der Zellen.

   

- Verschmutzung auf der Glasoberfläche, Risse, Materialeinschlüsse, Blasen und Absplitterung an den Rändern.

-       Zinnbeschichtung von Stromsammelbändern liegt frei.

-       Stromsammelbänder berühren einander oder den Rahmen.

-       Unzureichender Abstand zwischen Stromsammelbändern und Rahmen.

-       Schmutz oder Kratzer auf der Rahmenoberfläche.

-       Auf der Rückenfolie hervorstehende Lötstellen.

-       Durch die Seriennummer beschattete Zellen.

-       Andere Unregelmäßigkeiten, die die Leistungsabgabe beeinträchtigen können.

 

SONNENSIMULATOR-KALIBRIERUNG UND LEISTUNGSTESTS

Was: Die für den Test benutzten Geräte und Lagerbedingungen.
Wie: Kontrolle der Liste der Testgeräte (Kalibrierungsmodule, Sonnensimulator, Temperatur- und Druckfühler, Messgeräte zur Ermittlung der I-V-Kennlinie) sowie Vorschriften/Protokolle zur Lagerung von Messgeräten.
Was: Klasse des Sonnensimulators.
Wie: Überprüfung der technischen Spezifikationen des Lieferanten (Größe der auslegungsgemäßen Testfläche, Abstand Lampe zu Testebene, Gleichmäßigkeit der Bestrahlung, Spektralbestrahlungsstärke, Konstanz der Bestrahlung, AM-Filter, Diffusor, optische Achse), und ob mindestens ein Sonnensimulator der Klasse B eingesetzt wird.
Was: Technische Spezifikation der Lampen.
Wie: Überprüfung von Typ und Anzahl der Lampen, Nutzungsdauer, Pulsdauer, Aufladezeit zwischen den Pulsen.
Was: ob die Sonnensimulatorleistung regelmäßig kontrolliert wird.
Wie: Überprüfung der Protokolle und Bestätigung, dass die Leistung der technischen Spezifikation des Sonnensimulators entspricht.
Was: Regelmäßige Nachkalibrierung des Sonnensimulators.                                                                       
Wie: Überprüfung des Kalibrierstatus und ­zyklus anhand der Protokolle.
Was: die zur Kalibrierung des Sonnensimulators eingesetzten Referenz-PV-Module.
Wie: Prüfung der Eigenschaften des Referenz-PV-Geräts. Prüfung der Kennzeichnung und Ermittlung der Herkunft der Referenzmodule. Beleg durch Fotografien.
Was: Anzahl und Typ der Referenz-PV-Module.
Wie: Überprüfung der Kalibrierzyklusprotokolle jedes Referenzmoduls sowie deren Typ (Primär-Kalibriermodule, eingekapselte Zellen, Mini-Module usw.).
Was: ob die Eigenschaften des Referenzmoduls mit denen der getesteten übereinstimmen.
Wie: Vergleich der technischen Spezifikation des Referenzgeräts mit den getesteten Modulen.
Was: ob die Referenzmodule regelmäßig von einem zugelassenen Labor kalibriert werden. Ob ein primäres und sekundäres Referenzmodul verwendet werden.
Wie: Kontrolle, ob regelmäßige Kalibrierprotokolle existieren, und deren Prüfung.
Was: Genauigkeit der Sonnensimulatorkalibrierung.
Wie: Unabhängige Nachkalibrierung des Sonnensimulators mit CEP Solars von zugelassenen Labors kalibrierten Modulen.
Was: Testbedingungen und ­umgebung.
Wie: Überprüfung, ob die Testbedingungen den Standardtestbedingungen entsprechen oder Korrekturfaktoren zur Umwandlung angewandt werden. Kontrolle der Testumgebung (geschlossener Raum, Reflektionsbedingungen). Prüfung nicht berichtigter und berichtigter Datensätze.
Was: Testtemperatur der Zellen.
Wie: Kontrolle des Aufwärmprozesses und Messung der Modultemperatur mittels eines berührungsfreien digitalen IR-Thermometers sowie Überprüfung der protokollierten Werte. Überprüfung von Anzahl, Position und Typ der Temperaturfühler (Pt100, TC, IR usw.).
Was: ob der Hersteller über Methoden zur Schätzung aller zur Messunsicherheit beitragenden Faktoren verfügt und diese anwendet.
Wie: Kontrolle, ob die Wiederholgenauigkeit der Maximalleistungsmessung den zulässigen Wert nicht unterschreitet.
Was: Speicherung und Zurückverfolgung der Test- und Prozessdaten.
Wie: Überprüfung der Protokolle und des benutzten Erfassungssystems (Strichcode, Datenbank usw.).
Was: Genauigkeit der Ermittlung der I-V-Kennlinie.
Wie: Nachkontrolle der Module mit dem Sonnensimulator eines externen, zugelassenen Labors, um die Unabhängigkeit der Messwerte zu garantieren.

 

 

 

ELEKTRISCHE ISOLIERUNG

Was: Isolationstest.
Wie: Messung des Isolationswiderstands zwischen stromführenden Komponenten und Rahmen oder äußerer Umgebung bei Raumtemperatur und relativer Luftfeuchtigkeit von höchstens 75 % mittels eines elektrischen Testgeräts und Gleichstromquelle.
Was: Durchschlagsfestigkeit des Systems.
Wie: Mittels Hochspannungs-Gleichstromquelle mit Strombegrenzung, die eine Spannung von 500 V und 1000 V plus der doppelten System-Nennspannung des Moduls liefern kann.
Was: Stromverlust.
Wie: Prüfung, ob es beim Test zu einem Spannungsdurchschlag kommt oder ein zu großer Verluststrom auftritt.
Was: Isolationswiderstand des Systems.
Wie: Prüfung, ob der elektrische Widerstand den der Modulfläche entsprechenden zulässigen Höchstwert übersteigt.

 

 

 

 

 

PRÜFUNG DER WIDERSTANDSFÄHIGKEIT DER ANSCHLÜSSE

Was: Kontrolle, ob die Anschlüsse des Moduls und die damit verbundenen Komponenten wie Kabel, Anschlussleitungen und Steckverbinder Belastungen standhalten können, mit denen bei normaler Handhabung und Montage zu rechnen ist.
Wie: Durchführung von Zug-, Biege- und Drehmomentversuchen für die verschiedenen Anschlusstypen.

 

Was: ob nach dem Test mechanische Schäden erkennbar sind.
Wie: Überprüfung der elektrischen Verbindung, des mechanischen Zustands und Aussehens der Anschlüsse. Beleg durch Fotografien.
Was: Geringere Maximalleistung nach dem Test.
Wie: Prüfung, ob die Verringerung der Maximalleistung den maximal zulässigen Prozentsatz übersteigt.
Was: ob der elektrische Widerstand denselben Anforderungen wie bei der ersten Messung genügt.
Wie: Wiederholung des Isolationstests.

MECHANISCHER BELASTUNGSTEST

Was: Ermittlung der Widerstandsfähigkeit des Moduls gegen Wind, Schnee, Eis und statische Belastungen.
Wie: Durchführung des Tests für beide Seiten des Panels, indem eine gleichmäßige Belastung schrittweise erhöht wird.

 

Was: Stromdurchgang der internen Verschaltung des Moduls während des Tests.
Wie: Prüfung, ob während des Tests intermittierende Unterbrechungen auftreten.
Was: ob durch den Test gröbere visuelle Schäden entstanden sind.
Wie: Sichtprüfung. Überprüfung auf mechanische Schäden, die die Montage und/oder den Betrieb des Moduls beeinträchtigen könnten. Beleg durch Fotografien.
Was: Geringere Maximalleistung.
Wie: Kontrolle, ob die Verringerung der Maximalleistung unterhalb des maximal zulässigen Prozentsatzes bleibt.
Was: ob der elektrische Widerstand denselben Anforderungen wie bei der ersten Messung genügt.
Wie: Wiederholung des Isolationstests.

INFRAROTUNTERSUCHUNG

Was:     Untersuchung auf Defekte wie:

-   Kurzschlüsse in Solarzellen.

-   Inaktive Zellbereiche.

-   Elektrische Nebenschlüsse.

-   Feuchtigkeit.

-   Schlecht gelötete Verbindungen zwischen Kontakten und Solarzellen.

-   Fehlerhafte Teilstrings.

-   Fehlerhafte Bypassdioden.

Wie: Unter Betriebsbedingungen wird verzögerungsfrei ein hochauflösendes Infrarotbild aufgenommen, das ein zweidimensionales Muster der spezifischen Beschaffenheit des PV-Moduls liefert, und die Temperaturverteilung analysiert, welche einen Rückschluss auf die elektrisch abgegebene Wärmeenergie an der jeweiligen Stelle erlaubt.

 

ELEKTROLUMINISZENZUNTERSUCHUNG

Was:     Untersuchung auf Defekte wie:

-   Haarrisse.

-   Defekte Fingerkontakte.

-   Elektrische Nebenschlüsse.

-   Abgebrochene Kontakte.

-   Splitter in beschädigten Zellen.

-   Elektrisch isolierte Zellbereiche.

-   Korngrenzen.

-   Kristallisierungsfehler im Zellmaterial.

Wie: Über die Metallkontakte der Solarzellen wird ein externer Erregerstrom eingespeist und ein Bild der emittierten Photonen aufgenommen, dessen Auflösung die von IR-Aufnahmen noch übersteigt und das Details darstellt, die für das bloße Auge kaum erkennbar sind.